The first one

Aktualisiert: 15. Juni 2020

Der erste, zurückhaltend-schüchterne, dennoch selbstbewusste primäre Blog auf meiner Webseite. Warum? Weil ich mir viel zu oft denke, dass Gastro Kritiken oder Bewertungen die ich lese oder höre, entweder stark geschönt, viel zu kritisch, oder einer landläufigen Meinung entsprechen.

„Hast Du schön gehört? Der soll ja echt gut sein! Der hat ja tolle Preise und rießige Portionen! Bei dem ist alles Bio - der schlachtet ja noch selbst! ...etc...“

Na, ertappt? Wir sind nunmal Herdentiere - aber weshalb übernehmen wir all zu gerne auch die allgemeine Meinung ohne uns ein eigenes Bild zu machen?


Nun, es ist ja eigentlich klar, dass man nicht als Gastronom auf die Welt kommt. Als Gast schon.

Den Beruf des Gastronomen muss man über Jahre hinweg, mühsam lernen.

Die besten darunter sind gnadenlose Selbstdarsteller. Wie soll es auch anders sein - der Beruf bedarf es auf der Bühne zu stehen, Gastgeber und Entertainer zu sein, intellektueller Kommunikator und Spassminister, Controller und Personalchef, Kaufmann und Salesmanager, Gourmet Master und Streetfood Artist in einer Person.

Viele schaffen diese Hürde und können diese multiplen Aufgabenfelder exzellent kombinieren, oder holen sich kompetente Hilfe an Ihre Seite.

Diese langjährige, meist zudem internationale und komplexe Teamerfahrung wird dann täglich von einer erlesenen Gästeschaft in Frage gestellt. Gut so! Wir wollen es uns und unseren Gästen ja beweisen, dass wir Ihre Bedürfnisse verstanden haben, und diese gerne für Sie wiedergeben.

Gegen ein entsprechendes faires Entgelt natürlich.


Es gibt jedoch eine kleine, besondere, selbsternannte

Eliteeinheit unter unserem Gästeklientel.


Ich spreche von den halbwissenden Social-Gastro-Nerds, mit starker Tendenz zur eigenen digitalen Inszenierung. Diese Eliteeinheit, dessen private Leibspeise sich meist zwischen Rigatoni mit lauwarmer Curry-Gewürzketchup-Sauce und dem laktosefreien Vegan-Burger mit Goji-Hafer-Paddy und dazu eine No-Taste-but-Healthy-Signature-Shit-Limo, beurteilt nun das handwerkliche Geschick der internationalen Küchen- und Servicebrigade. Selbsterklärend natürlich publizierend auf etlichen sozialen Foren mit schillernden Irgendein-Kochutensil-auf-Unterarm-Tatto, filterlosen Selfie-Food-Pics und detailliertem, lukullischen Pseudo-Content.


(Noch gefährlicher, wenn diese selbst mal in einem kleinen Kaffee oder Restaurant eine Cola oder einen Cappuccino unfallfrei an einen Tisch gebracht haben. Dann sprechen wir natürlich von echten Profis und Conisseuren Ihrer Branche!)


Dieser meist in digitalen Umlauf gebrachte sinnfreie Synapse- und Datennmüll, beeinflusst Wiederrum die Entscheidungsfreude vieler, weitaus aufgeschlosseneren Gäste, uns unvoreingenommen zu testen.

20% unserer aktiven und ehemaligen Gäste beeinflussen 80% unserer zukünftigen Gäste!!


Natürlich gibt es Standards, über die wir uns nicht unterhalten müssen. So muss das Essen richtig temperiert, lecker und nett angerichtet sein. Der Service soll aufmerksam, freundlich und kompetent sein. Der Tisch, das Equipment und natürlich die Einrichtung sollte sauber, ansprechend und hygienisch einwandfrei sein. So weit so gut. Darüber lässt sich auch nicht diskutieren und es gibt natürlich auch unter den Gastronomen ein Paar schwarze Schafe die definitiv den Hohn und Spott der digitalen Community verdient hat.

Mit denen wollen wir uns aber hier im Blog nicht aufhalten.


Wir schreiben ausschließlich über gute bis sehr gute Performance in Küche & Service.

Davon gibt es Gott sei Dank jede Menge!

Die anderen sind uns egal.

Völlig egal.



Übrigens:

§1)dies ist ein Blog. Keiner wird gezwungen Ihn zu lesen. Jeder ist dennoch herzlichst dazu aufgefordert, ihn kontrovers oder zustimmend zu kommentieren.

§2)Sollte sich jemand falsch verstanden oder schlecht behandelt fühlen = siehe §1.












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